Brandenburger Autorinnen und Autoren online (186)
Geboren am: 09.05.1946
lebt in: Bad Saarow
Web: www.wolf-d-hartmann.de
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Prof. Dr. Wolf-D. Hartmann
Prof. Dr. Wolf-D. Hartmann (Hardy Wolf)
Nach dem Studium an der TU Dresden habe ich als Prof. in Berlin gearbeitet, wurde drei Jahre zum Direktor des Modeinstituts der DDR berufen und nach der Wende oft nur darauf festgelegt, obwohl mich Innovationen viel breiter interessieren.
Wissenschaft und Kunst mit Humor beim Schreiben zu verknüpfen ist mein Credo. Fragen unserer nachhaltigen Zukunft, aber auch der dumme Triumph der täglichen kleinlichen Vernunft beschäftigen mich. Viele Anregungen gewinne ich aus dem Blick auf den Scharmützelsee.
Genres
Prosa, Sachliteratur, (Zeit)geschichte
Fragen an Prof. Dr. Wolf-D. Hartmann (Hardy Wolf)
Was hat Sie zum Schreiben gebracht?
Mit journalistischen kleinen Artikeln fing es im Gymnasium an, setzte sich vor allem über populäre Sachbücher und Fachbücher zu Theorie und Praxis von Innovationen aber auch kapitalen Karrieren sowie Managementmethoden fort. Das eigene Schreiben habe ich nach der Wende durch freies Redenschreiben und Ghostwriting gegen Honorar für andere ergänzen müssen. Jetzt versuche ich mich in vielen anderen Genres bis zu Kinderbüchern, Satiren und sogar Versen zu aktuellen Themen bis zum Coronadeutsch.
Wen oder was wollen Sie erreichen?
Beim Schreiben habe ich keine besondere Zielgruppe vor Augen, sondern möchte junge wie reifere Leserinnen und Leser erreichen, Fachleute aber auch sogenannte Laien. Neben international bedeutsamen Entwicklungen, wie Chinas Aufstieg in der Weltwirtschaft, der globale Wettbewerb oder Klimaschutz, beschäftigen mich Biografien, lokale Themen oder Ratgeber für den Alltag. Seit kurzem habe ich mit Satiren und politischen Glossen ein ganz neues Publikum erreicht - illustriert von Gertrud Zucker.
Welches ist Ihr Lieblingsbuch?
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil sie ja auch vom Lebensalter abhängt. Wer liest heute noch Indianerbücher? Mein Lieblingsbuch war jahrelang Ernest Hemingways "Der alte Mann und das Meer." Das sehr realistische und zugleich parabelhafte Buch fesselte mich immer wieder, aber auch Kurt Tucholskys humorige Sommergeschichte "Schloss Gripsholm". Michail Bulgakows "Meister und Margarita" finde ich auch mehrfach lesenswert, aktueller Gusel Jachinas Roman "Suleika öffnet die Augen."
Wer ist Ihr Vorbild?
Da muss ich zwischen Wissenschaftlichem und Literarischem unterscheiden. Für ersteren Bereich stehen Schumpeter, Kondratieff und Haustein mit Arbeiten zu Innovationstheorien bis zur "Weltchronik des Messens". Aus Klassiker-Sicht steht Goethe nicht nur in mehrfachen Ausgaben in meiner Bibliothek und bedingt durch Fontanes 200. habe ich unseren großen Brandenburger in seiner Vielfalt ganz neu entdeckt und schätzen gelernt. Sein später Start als vielseitiger Literat macht mir persönlich großen Mut.
Haben Sie einen Lieblingsort in Brandenburg, wenn ja, welchen?
Bad Saarow steht seit Jahren an erster Stelle, weil wir hier einen einzigartigen Wohnsitz mit Seeblick langfristig genießen können. Ich habe schon mehrere Bücher als Liebeserklärung für den Ort, die umgebende Natur und die Menschen geschrieben, wirke im Literaturkabinett des Ortes und Kurort Förderverein mit. Das Bad widerspiegelt wie im Brennglas in seiner erst knapp 100-jährigen Historie die ganze deutsche Geschichte von den Zwanzigern, der Nazizeit, der DDR bis zur Restitution der Wende.
Wo können Sie am besten schreiben?
Ich schreibe an allen Orten gern, im Urlaub, am Strand, auf der Terrasse, ganz situativ bedingt. Ich bin nicht so auf einen "genius loci" , also Geist eines Ortes fixiert. Allerdings beherrscht mein Schreibtisch unser Wohnzimmer, was manche irritiert und stört, wenn unsere Enkel aus dem Bonner Raum kommen mich natürlich selbst. Ich bemühe mich, auch oft an meinem alten Stehtisch zu schreiben, den kann ich flexibel umrücken. Für Ideen in der Nacht habe ich immer Stift und Zettel am Bett parat.
Bibliographie (Auszug)
Wegen Corona Abstand halten! Humoresken zur neuen Normalität von A bis Z
REGIA Verlag, Cottbus, 2020
Der Bikini-Skandal, Reprint von 1990
REGIA Verlag, Cottbus, 2020
Mode im Plankorsett - Nähkästchenplaudereien aus dem Modeinstitut der DDR
REGIA Verlag, Cottbus, 2020
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